Kuss Quartet Kuss Quartet
Jana KussViolin
Oliver WilleViolin
William ColemanViola
Mikayel HakhnazaryanVioloncello›› www.kuss-quartett.de

Biography[ en | de ]›› pdf version

“Each sound, each phrase, each newly conceived repeat seemed to have been cleared of dust, re-examined and lovingly repolished,” was the judgement of the Frankfurter Allgemeine Zeitung after a 2005 concert by the Berlin-based Kuss Quartet. The ensemble’s readiness to experiment is manifest not only in its engagement with early and new music, but also in its interpretations of the standard quartet repertoire, informed by an awareness that – in their time – many of these works were ground- breaking in their impact.

Subtly, but distinctively charismatic, the Kuss Quartet is firmly established in the elite of the world’s string quartets, having initially come to prominence in 2002 with first prizes from the Deutscher Musikrat and the Borciani String Quartet Competition in Reggio Emilia; a Borlotti-Buitoni award followed in 2003, as did the group’s selection for the European Concert Hall Organisation’s Rising Stars programme. The Kuss Quartet’s schedule now features such venues as Carnegie Hall in New York, Amsterdam’s Concertgebouw, London’s Wigmore Hall and, in its home city of Berlin, the Philharmonie. Its many festival engagements have included the Schubertiade Schwarzenberg, Salzburg and Edinburgh.

While never compromising their high artistic standards, the members of the Kuss Quartet actively reach beyond the audience of chamber-music aficionados. They draw in new listeners by complementing innovative and creative programming with verbal commentaries – for instance in the ongoing series of concerts, Explica, staged at Hamburg’s prestigious Laeiszhalle. In cooperation with Kulturradio, run by Berlin’s regional broadcaster RBB, the Kuss Quartet regularly appears in the Watergate nightclub in the city’s hip Kreuzberg area, performing composers like Ligeti and Lachenmann for an enthusiastic young audience before handing over to the evening’s DJ. Other initiatives combine musical and literary art-forms, notably in regular collaborations with the distinguished German actor Udo Samel with whom they will be performing at the Rheingau Festival, and Beethovenfest Bonn amongst many other places. With their refreshing approach to the genre of the string quartet, and to its masterpieces, the players take the members of their audience on a fascinating voyage of discovery and rediscovery.

The breadth of the Kuss Quartett’s repertoire is exemplified in the Sony BMG release Bridges, which, creating connections across the centuries, juxtaposes transcriptions of Renaissance composers (Lassus, Bennet, Dowland) with works by Adès, Kurtág und Stravinsky. After the success of this CD, another “composed programme” will be recorded, “Theme Russe”, combining, among others, original works and transcriptions by Tchaikovsky, Stravinsky, and Schnittke. This will be released on the celebrated English label Onyx Classics, with whom they began a recording relationship, starting with a CD released in March 2011 of Schubert and Berg.

Artistic partnerships have developed with such artists as Pierre-Laurent Aimard, Miklós Perényi, Kirill Gerstein, and Mojca Erdmann, with whom they will also be performing with in the 2011/12 season. In January 2012 the quartet will be a guest of the Camerata Bern, as both soloist and artistic directors during a week-long series of concerts.

2011/2012
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Biografie[ en | de ]›› pdf version

„Jeder Klang, jede Phrase, jede Neugestaltung einer Wiederholung schien entstaubt, befragt und genussreich aufpoliert...“ befand die Frankfurter Allgemeine Zeitung nach einem Konzert des Kuss Quartetts. Keine Frage, die Experimentierfreude gehört zu den wichtigsten Eigenschaften des Ensembles. Und das schlägt sich nicht nur in der regelmäßigen Beschäftigung mit Neuer oder Alter Musik, sondern auch in den Interpretationen des traditionellen Repertoires nieder: Die Formation musiziert die so genannte „klassische“ Streichquartett-Literatur immer mit dem Bewusstsein dafür, dass ein großer Teil der Werke in seiner Zeit keineswegs als „klassisch“ und etabliert galt, sondern als avantgardistische und unerhört neuartige Musik diskutiert wurde.

Sein unverwechselbares künstlerisches Profil mit dem sehr speziellen, weniger plakativ glänzenden als vielmehr sanft leuchtenden Charisma hat dem Ensemble einen festen Platz unter den internationalen Spitzenformationen beschert. Das Kuss Quartett wurde 2002 vom Deutschen Musikrat und beim Borciani-Wettbewerb mit ersten Preisen, 2003 mit dem Borletti-Buitoni Award ausgezeichnet und von der European Concert Hall Organization für das Programm „Rising Stars“ ausgewählt. Seine Weltkarriere führt von der Carnegie Hall in New York über das Concertgebouw Amsterdam und die Londoner Wigmore Hall bis zur Berliner Philharmonie in seiner Heimatstadt – und umfasst auch zahlreiche Engagements bei wichtigen Festivals, wie etwa der Schubertiade Schwarzenberg oder den Festspielen in Edinburgh und Salzburg.

Eine hohe künstlerische Qualität gehört zu den selbstverständlichen Voraussetzungen für ein professionelles Quartett – aber sie reicht heute nicht mehr aus, um auch Zuhörer abseits der treuen Kammermusikabonnenten anzusprechen. Dazu bedarf es neuer Vermittlungskonzepte, ungewohnter Programmideen und nicht zuletzt einer intelligenten Moderation. All diese Eigenschaften vereinen die Mitglieder des Kuss Quartetts wie kaum ein anderes Ensemble.

Inzwischen mehr als ein Geheimtipp in der Berliner Musikszene ist die “Klassik-Lounge des rbb kulturradio“, bei dem die vier Streicher in Clubs der Hauptstadt die Distanzen und Hemmschwellen aufheben, im wahrsten Sinne des Wortes dem dicht gedrängten jungen Publikum - auch im Raum verteilt - zum Greifen nahe sind. Zwischen live-sets mit musikalischen Abenteuern und Begegnungen mit anderen Kunstformen wird vom DJ Klassik aufgelegt. Das Ensemble holt das altehrwürdige Quartett vom Sockel und bringt es auf Augenhöhe: Aus den kammermusikalischen Denkmälern werden Kunstwerke, deren Komplexität man gemeinsam mit seinen Konzertbesuchern erschließt - so auch in Verbindung aus Musik und Gespräch bei den erfolgreichen Themenkonzert-Reihen.

Die ungewöhnliche Offenheit der Interpreten zeigt sich in grenzüberschreitenden Konzertformen, welche Quartettkompositionen mit literarischen Werken kombinieren. Hier arbeitet das Ensemble regelmäßig mit dem renommierten Schauspieler Udo Samel zusammen. Mit Programmen wie “Ohne Grund nicht denken“ (Brecht/Berg/Beethoven), “Traumbilder“ (Heine/Mendelssohn/Schumann) oder “Das Rauschen der Zeit“ (Mandelstam/Strawinsky/Tschaikowski) sind die fünf zu Gast beim Rheingau-Festival, dem Beethovenfest Bonn und vielen anderen.

Weit gefasst begreift das Kuss Quartett sein Repertoire, es reicht von Musik der Renaissance bis zu Kompositionen von Helmut Lachenmann und György Kurtág, zu denen die Gruppe einen engen Kontakt pflegt. Nach dem erfolgreichen Album “Bridges“ (Sony Classical) wird im Januar 2012 wieder eine Konzept-CD veröffentlicht: “Theme russe“ mit Werken und Transkriptionen von Tschaikowski, Strawinsky, Schnittke und anderen, nun bei dem feinen englischen Label Onyxclassics, wo nach der Debüt-CD (erschienen im März 2011) mit Quartetten von Schubert und Berg weitere Aufnahmen geplant sind.

Künstlerische Zusammenarbeit verbindet das Ensemble u.a. mit Miklos Perenyi, Kirill Gerstein, Pierre-Laurant Aimard und Mojca Erdmann, mit denen sie auch in der Saison 2011/12 gemeinsam auftreten werden. Im Januar 2012 wird das Quartett zu Gast bei der Camerata Bern sein, als Solisten und künstlerische Leiter einer Konzertwoche.

2011/2012
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