Georg Nigl

Bariton

„Im besten Falle kommt es an einer Oper zu glücklichen Konstellationen, in denen ein ganzes Gewebe gemeinsam und miteinander arbeitet und es eben nicht um die persönliche Eitelkeit geht oder um eine persönliche Aufmerksamkeitsgeilheit. "
Georg Nigl, Concerti, November 2017
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Kontakt Katja Hippler-Gromis

Biografie

Georg Nigl begeistert Publikum und Presse stets durch leidenschaftliche und authentische Auftritte, sei es bei seinem gefeierten „Wozzeck“ an der Mailänder Scala, bei Rihms „Lenz“ in Brüssel und Berlin oder seiner Interpretation der Bach-Kantaten mit Luca Pianca. Seine tiefgründige und umfassende Auseinandersetzung mit allen aufgeführten Werken, seine enge Verbundenheit mit dem Sprechtheater und die damit einhergehende Gewichtung von Text und Rhetorik sowie seine ausdrucksstarken darstellerischen Fähigkeiten auf der Bühne machen Georg Nigl zu einem der am meisten gefeierten Baritone weltweit.
Bereits im Kindesalter war Georg Nigl eng mit der Musik verbunden. Als Sopransolist der Wiener Sängerknaben trat er auf den bedeutenden Bühnen in Erscheinung. Im Studium bei Kammersängerin Hilde Zadek erhielt er weitere wichtige Impulse für seine anschließende Karriere als Bariton.
„Nigl ist das Herzstück des Abends, ein Monomane, ein Leidensmann, ein Meisterhedonist und ein Megavirtuose. Bei Georg Nigl wird faszinierend sinnlich erlebbar, dass Theater schon lange vor Friedrich Schiller als moralische Anstalt gedacht war.”Reinhard J. Brembeck, Süddeutsche Zeitung, 2014
Sein unverwechselbares Timbre, das seinen Figuren spezielles Gesicht verleiht und den besonderen Charakter gibt, führt ihn auf alle wichtigen Opernbühnen. So trat er am Bolschoi Theater Moskau, der Staatsoper Berlin, der Bayerischen Staatsoper München, dem Théâtre des Champs-Elysées, der Nederlandse Opera Amsterdam und dem Théatre de La Monnaie in Brüssel sowie bei Festivals wie den Salzburger Festspielen, dem Festival Aix-en-Provence, der Ruhrtriennale und den Wiener Festwochen auf. Dabei arbeitet er unter Leitung von renommierten Dirigenten wie Daniel Barenboim, Teodor Currentzis, Valery Gergiev, Daniel Harding, Nikolaus Harnoncourt, René Jacobs, Kent Nagano und Kirill Peterenko und mit den Regisseuren Andrea Breth, Romeo Castellucci, Frank Castorf, Hans Neuenfels, Johan Simons, Dmitri Tcherniakov und Sasha Waltz zusammen.
Besondere Anerkennung verschaffte sich Georg Nigl nicht nur als ausführender Solist zahlreicher Uraufführungen, sondern auch als Impulsgeber für Kompositionen und Publikationen, unter anderem von Friedrich Cerha, Pascal Dusapin, Georg Friedrich Haas, Wolfgang Mitterer, Olga Neuwirth und Wolfgang Rihm.
Georg Nigls kammermusikalisches Repertoire weist ein weites Spektrum vom Barock über die Wiener Klassik bis zu Neuester Musik auf – gemeinsam erarbeitet und aufgeführt mit Alexander Melnikov, Gérard Wyss und Luca Pianca. Seine neueste Aufnahme „Bach privat“ mit Anna Lucia Richter wurde im November 2017 mit dem Diapason d’or ausgezeichnet.
Höhepunkte der Saison 2018/19 waren u.a. Papageno am Théatre de la Monnaie in Brüssel, die Titelpartie in Monteverdis „Orfeo“ und die Uraufführung von Beat Furrers „Violetter Schnee“ an der Staatsoper Unter den Linden Berlin, die Titelpartie in Mozarts „Le Nozze di Figaro“ an der Hamburgischen Staatsoper sowie Don Alfonso in „Cosi fan tutte“ an der Staatsoper Stuttgart, sein bei Presse und Publikum gefeierter „Lenz“ beim Festival von Aix-en-Provence Festival, und seine hochgelobte, beeindruckende Interpretation des Pilatus in der Johannespassion unter Sir Simon Rattle in der legendären Inszenierung von Peter Sellars mit den Berliner Philharmonikern und auf Tournee mit Orchestra of the Age of Enlightenment.
Die Saison 2019/20 beginnt für Georg Nigl mit einem Rezital bei den Salzburger Festspielen (Dusapin: „O Mensch“) und umfasst weiterhin u.a. die Titelpartie in der Uraufführung von Pascal Dusapin’s neuer Oper „Macbeth Underworld“ am Théatre de La Monnaie in Brüssel, einen Liederabend beim Musikfest Berlin mit der Uraufführung von Wolfgang Rihms ihm gewidmeten neuen Zyklus „Vermischter Traum“, die Titelpartie in Trojahns „Orest“ an der Wiener Staatsoper, eine Wiederaufnahme von Furrers „Violetter Schnee“ an der Berliner Staatsoper sowie Konzerte und Rezitale in u.a.Wien, München, Amsterdam und Kopenhagen. Die Saison endet für ihn mit Don Alfonso in „Cosi fan tutte“ (Tcherniakov / Hengelbrock) beim Festival von Aix-en-Provence.
In der Kritikerumfrage 2015 der Zeitschrift Opernwelt wurde Georg Nigl für seine Interpretation von Rihms Lenz zum «Sänger des Jahres» gekürt.

2019 / 2020
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Kontakt: Katja Hippler-Gromis

Bilder

Programm

Repertoire Oper
2020 / 2021
An die fernen Geliebten
mit Olga Pashchenko (Klavier)

Schubert:

Der Wanderer an den Mond D 870 (Seidl)

Das Zügenglöcklein D 871 (Seidl)

Die Sommernacht D 289 (Klopstock)

Abendstern D 806 (Mayrhofer)

Fischerweise D 881 (Schlechta)

 

Beethoven: An die ferne Geliebte op.98

(Liederzyklus nach Gedichten von Alois Jeitteles)

***

Rihm:

Vermischter Traum (2017)

Gryphius Stück
für Bariton und Klavier 7 Lieder

 

Schubert:

Der Winterabend D 938 (Leitner)

Die Sterne D 939 (Leitner)

An die Musik D 547 (Schober)

Abschied D 475 (Mayrhofer)

GEORG NIGL, MARTINA GEDECK & N.N. (Klavier)
BARITON, REZITATION & KLAVIER
"Lasst eure Träume fahren"
Böse Lieder aus alter und neuer Zeit

Dieses Programm nähert sich der politischen Wahrheit, die den Kunstwerken eingeschrieben ist, will ihr sogar auf den Grund gehen. Die „bösen“ Lieder als Grenzphänomene des Ästhetischen, so wie z.B. Schuberts „Die Forelle“ nicht nur als Warnung für verführte Liebende zu verstehen ist, sondern in Text und Musik die Indoktrination der Völker durch ihre Herrscher auszudrücken vermag.

Also: Wann wird Spaß zu Ernst? Warum haben wir die politischen Aussagen vergessen? Was war gemeint und wie verstehen wir es heute? Sind es unveränderte Einsichten?

Lieder und Songs von Schubert bis Eisler und Kreisler, Lyrik und Prosa von Heinrich Heine bis Heiner Müller und Elfriede Jelinek. 
Von Geistern und Elfen
mit Olga Pashchenko (Klavier)

Franz Schubert:

Der Erlkönig D 328

Viola D 786

Heidenröslein D 257

Der Geistertanz D 116

Der Fischer D 225

 

Carl Loewe:

Erlkönig op. 1 Nr. 3

Die wandelnde Glocke op. 20 Nr. 3

Herr Oluf op. 2 Nr. 2

Der Zauberlehrling op. 20. Nr. 2

***

Robert Schumann:

Hans Christian Andersen Lieder op. 40 Nr. 1–4

 

Hugo Wolf:

Ritter Kurts Brautfahrt

Die Geister am Mummelsee

Der Rattenfänger

Der Feuerreiter

Bach privat
mit Anna Lucia Richter (Sopran)
Luca Pianca (Laute)
Vittorio Ghielmi (Viola da Gamba)
Jeremy Joseph (Cembalo)

 

Dieses Programm verbindet Lieder aus der Schemelli-Sammlung und aus dem Notenbuch der Sängerin Anna Magdalena Bach mit Instrumentalstücken und ausgesuchten Kantaten zu einer kohärenten Erzählung. Diese Bach’schen Vertonungen können als Bindeglieder zwischen der barocken Monodie und dem Deutschen Lied gesehen werden.

Das zugehörige Album ist 2016 bei Alpha erschienen.

Saison als PDF

Termine

10.01.2020
19:00 Uhr
Berlin WA "VS" 1, DE / Staatsoper Unter den Linden
Georg Nigl, Matthias Pintscher, Claus Guth
12.01.2020
19:00 Uhr
Berlin WA "VS" 2, DE / Staatsoper Unter den Linden
Georg Nigl, Matthias Pintscher, Claus Guth
23.01.2020
20:00 Uhr
München, DE / Prinzregententheater
Georg Nigl, Münchner Kammerorchester, Clemens Schuldt
31.01.2020
20:00 Uhr
Barcelona, ES / L'Auditori
Georg Nigl, Kazushi Ono, Orquesta Simfònica de Barcelona i Nacional de Catalunya, Michaela Kaune
01.02.2020
19:00 Uhr
Barcelona, ES / L'Auditori
Georg Nigl, Kazushi Ono, Orquesta Simfònica de Barcelona i Nacional de Catalunya
02.02.2020
11:00 Uhr
Barcelona, ES / L'Auditori
Georg Nigl, Kazushi Ono, Orquesta Simfònica de Barcelona i Nacional de Catalunya
07.02.2020
München, DE / Residenz
Georg Nigl, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Matthias Pintscher
28.02.2020
Stuttgart Oper, / Staatsoper
Georg Nigl, Olga Pashchenko
25.03.2020
20:00 Uhr
Paris, FR / Opéra Comique
Georg Nigl, Franck Ollu, Orchestre Philharmonique de Radio France
27.03.2020
20:00 Uhr
Paris, FR / Opéra Comique
Georg Nigl, Franck Ollu, Orchestre Philharmonique de Radio France
29.03.2020
15:00 Uhr
Paris, FR / Opéra Comique
Georg Nigl, Franck Ollu, Orchestre Philharmonique de Radio France
31.03.2020
20:00 Uhr
Paris, FR / Opéra Comique
Georg Nigl, Franck Ollu, Orchestre Philharmonique de Radio France

Diskografie

Bach privat
Johann Sebastian Bach
Präludium D-Dur BWV 936 für Cembalo
Sarabande aus Cellosuite BWV 1011
Violinsonate BWV 1019a
"Wer nur den lieben Gott lässt walten" für Cembalo aus Notenbüchlein für AM Bach BWV 691 Nr. 11
"Vergiss mein nicht" BWV 504 aus Schemellis Gesangbuch
"Komm süsser Tod" BWV 478 aus Schemellis Gesangbuch
"Gib dich zufrieden und sei stille" BWV 460 aus Schemellis Gesangbuch
Arien aus den Kantaten BWV 6, 21, 27, 36, 49, 82, 92, 158

Anna Lucia Richter - Soprano
Petra Müllejans - Violin
Roel Dieltiens - Cello
Andreas Staier - Harpsichord

O Mensch!
Pascal Dusapin
1. O Mensch! Gib Acht!
2. Ein Spiegel ist das Leben
3. Ehrgeiz
4. Der Wanderer
5. Das eherne Schweigen
6. Zürnt mir nicht (Erstes Zwischenspiel)
7. Heiterkeit - Was geschieht
8. Auf Höhen
9. Ehrgeiz (Zweites Zwischenspiel)
10. Nachtlied
11. Das Wort
12. Desperat
13. Drittes Zwischenspiel
14. Das nächtliche Geheimnis
15. Lied des Ziegenhirten
16. Viertes Zwischenspiel
17. An Richard Wagner
18. Ehrgeiz (3)
19. »Die fröhliche Wissenschaft«
20. Wer hier nicht lachen kann ...
21. Seine Gesellschaft zu finden wissen
22. Aus der Tonne des Diogenes

Vanessa Wagner - Piano

Videos

Dallapiccola: Il Prigioniero

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