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Gegründet 1993 an der Jerusalem Academy of Music and Dance und am Jerusalem Music Centre, wurde das Jerusalem Quartet von Beginn an durch die unterschiedlichen persönlichen Hintergründe seiner Mitglieder geprägt – darunter zwei Musiker, die aus der Ukraine emigrierten, sowie ein Mitglied aus Belarus.
Sein breit gefächertes Repertoire und seine außergewöhnliche Ausdruckstiefe haben das Quartett fest als unverwechselbare Stimme in der Tradition des Streichquartetts etabliert. Im Zentrum seines Klanges steht ein warmer, voller und zutiefst menschlicher Ton, verbunden mit einem gleichberechtigten Zusammenspiel der hohen und tiefen Stimmen. Dieser Ansatz ermöglicht es dem Quartett, individuelle Ausdruckskraft mit einer transparenten und werkgetreuen Interpretation der Musik des Komponisten zu verbinden. Zugleich treibt er die kontinuierliche Verfeinerung seiner Interpretationen des klassischen Repertoires voran und ermutigt das Ensemble, neue musikalische Wege zu erkunden.
In der Saison 2025/26 feierte das Jerusalem Quartet sein 30-jähriges Jubiläum mit einem internationalen Konzertzyklus, der Schostakowitschs sämtliche Streichquartette umfasste und unter anderem in der Wigmore Hall, der Tonhalle Zürich und dem Concertgebouw Amsterdam präsentiert wurde – ein Repertoire, das seit vielen Jahren eng mit dem Ensemble verbunden ist. Die Jubiläumssaison markierte zudem den Beginn einer exklusiven Zusammenarbeit mit dem Label BIS Records, mit dem 2025 die erste gemeinsame Veröffentlichung erschien: eine Aufnahme der Streichquartette Nr. 2, 7 und 10 von Schostakowitsch.
„Ihre leidenschaftliche Hingabe, ihre Präzision und ihr ausgeprägtes Zusammenspiel haben auch nach 30 Jahren nichts von ihrer Intensität eingebüßt”The Times, 2025
Die Aufnahmen des Jerusalem Quartetts wurden mit zahlreichen internationalen Auszeichnungen gewürdigt, darunter der Diapason d’Or und der BBC Music Magazine Award in der Kategorie Kammermusik. Zu den früheren Aufnahmen bei Harmonia Mundi gehört auch eine besondere Beschäftigung mit jüdischer Musik in Mitteleuropa zwischen den beiden Weltkriegen. Dazu zählen eine Sammlung jiddischer Kabarettlieder aus dem Warschau der 1920er-Jahre, die das Quartett gemeinsam mit der israelischen Sopranistin Hila Baggio eingespielt hat, sowie der 2020 erschienene zweite Teil seiner Gesamteinspielung der Werke Bartóks.
Zu den Höhepunkten der Saison 2026/27 zählen zwei Nordamerika-Tourneen sowie Konzerte in bedeutenden europäischen Sälen, darunter die Wigmore Hall in London, das Théâtre des Champs-Élysées in Paris, die Philharmonie in Warschau, die Laeiszhalle in Hamburg und das Auditorio Nacional de Música in Madrid.
2026/2027
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Kontakt: Clara Loeb