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Der 2003 geborene Pianist Roman Borisov zählt zu den spannendsten Stimmen einer neuen Generation. Im Oktober 2022 gewann er als jüngster Teilnehmer den ersten Preis beim Kissinger Klavier-Olymp. Die Jury lobte: „[…] mit seinen hochmusikalischen, intuitiven und zugleich strukturbewussten Interpretationen von Werken Liebermanns, Beethovens, Rachmaninows, Brahms’ und Prokofjews […] bewies er bedingungslosen Gestaltungswillen und beeindruckte durch seine natürliche und stimmige Bühnenpräsenz.“
Dank einer sensiblen, musikalisch gebildeten Kindergärtnerin wurde Roman Borisov bereits im Alter von vier Jahren der legendären Klavierpädagogin Mary Lebenzon am Konservatorium Nowosibirsk vorgestellt, die ihn bis 2020 prägte. Schon bei seinen ersten Kinderwettbewerben machte er auf sich aufmerksam und erhielt u. a. ein Stipendium der Spivakov-Stiftung.
„Eine der großen Hoffnungen der aktuellen jungen Klavierszene”Kölner Stadtanzeiger, März 2026
Seither ist Borisov international präsent und gastierte u. a. in der Elbphilharmonie Hamburg, im Konzerthaus Berlin, beim Klavier-Festival Ruhr, beim Gstaad Menuhin Festival, im Flagey Brüssel, beim Verbier Festival, in der Wigmore Hall, im Concertgebouw Amsterdam, in der Isarphilharmonie München und im Wiener Konzerthaus.
Engagements führten ihn bislang zum Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, zum Helsinki Philharmonic Orchestra, zum Konzerthausorchester Berlin, zum Orchestre National du Capitole de Toulouse, zum ORF Radio-Symphonieorchester Wien, zum Orchestra i Pomeriggi Musicali, zum Orchestra della Svizzera Italiana, zum SWR Symphonieorchester und zur Kammerakademie Potsdam unter Dirigent:innen wie Ryan Bancroft, Kent Nagano, Bar Avni, Tabita Berglund, Ariane Matiakh, Joseph Bastian, Nil Venditti, Howard Griffiths, John Axelrod und Holly Hyun Choe.
„Denn mit dem 21jährigen Roman Borisov war hier in der Isarphilharmonie ein aufgehender Stern am Klavier-himmel zu erleben [...]. Borisov gelang es, das erste Klavierkonzert [von Tschaikovski] von jedem Kitschverdacht freizusprechen. Mit einer permanent unter Hochspannung stehenden Interpretation, die keineswegs nur auf technische Brillanz getrimmt war.”Tageszeitung, April 2024
Zu den Höhepunkten der Saison 2026/27 zählen neben zahlreichen Wiedereinladungen insbesondere Konzerte in Deutschland und auf Tournee mit dem Royal Scottish National Orchestra unter Thomas Søndergård und dem hr-Sinfonieorchester unter Roberto González-Monjas sowie Solo-Recitals unter anderem im Théâtre des Champs-Élysées, im Konzerthaus Wien und in der Philharmonie Luxembourg.
Zu seinen kammermusikalischen Partner:innen der Saison zählen das Quatuor Modigliani, die Sopranistin Erika Baikoff und der Cellist Jaemin Han mit Auftritten in der Elbphilharmonie Hamburg, im Concertgebouw Amsterdam, in der Kölner Philharmonie, im Nikolaisaal Potsdam und im Konzerthaus Dortmund.
2022 nahm er auf Einladung der Orpheum Stiftung Zürich gemeinsam mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter Howard Griffiths die Mozart-Klavierkonzerte KV 413 und KV 415 auf, Teil einer Gesamteinspielung der Mozart-Klavierkonzerte, die 2023 bei Alpha Classics erschien. Im Winter 2024/25 erschien seine erste Solo-CD mit Werken von Franck, Godowsky und Rachmaninow bei Alpha Classics, die internationale Anerkennung fand.
Roman Borisov ist stets auf der Suche nach neuen Perspektiven und setzt sich neben dem großen europäischen und russischen Repertoire intensiv mit Komponist:innen wie John Corigliano, Ruth Crawford Seeger, Leopold Godowsky, Lowell Liebermann, Brett Dean, Grażyna Bacewicz und William Bolcom auseinander.
Neben dem ersten Preis beim Kissinger Klavier-Olymp 2022 ist Roman Borisov Preisträger zahlreicher Wettbewerbe und Auszeichnungen, darunter des Vladimir-Krainev-Jugendwettbewerbs (2019), des Tabor Foundation Award der Verbier Festival Academy (2019) sowie des Luitpold-Preises des Kissinger Sommers (2026).
Roman Borisov setzt sich seit Beginn seiner Karriere für die Zukunft von Kindern ein. Im September 2025 entwickelte er gemeinsam mit Save the Children, dem Konzerthaus Dortmund und der Deutschen Welle einen Klaviermarathon zum Weltkindertag: Er spielte alle 840 Wiederholungen der Vexations von Erik Satie, unterstützt von Kindern und Jugendlichen aus der Region. Das Projekt erhielt unter anderem eine Nominierung für den Best of Live Award des BDKV. Im April 2026 war er Teil der Charity-Auktion „Art with Impact“ in Berlin und engagiert sich auch darüber hinaus weiterhin für die Kinderrechtsorganisation.
Er ist Alumnus der Sommerakademie des Verbier Festivals (2019), wo er mit dem Tabor Foundation Award als bester Absolvent der Klaviersektion ausgezeichnet wurde. Wichtige Impulse erhielt er dort von Sir András Schiff, Klaus Hellwig, Jean-Efflam Bavouzet, Joaquín Achúcarro und Sergei Babayan. Seit Januar 2022 lebt Borisov in Berlin und studiert an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin bei Prof. Eldar Nebolsin.
2026/2027
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Kontakte: Lenemarie Leukefeld, Muriel Constantin