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Der 22-jährige Pianist Roman Borisov zählt zu den spannendsten Stimmen einer neuen Generation. Im Oktober 2022 gewann er als jüngster Teilnehmer den ersten Preis beim Kissinger KlavierOlymp. Die Jury lobte: „[…] mit seinen hochmusikalischen, intuitiven und zugleich strukturbewussten Interpretationen von Werken Liebermanns, Beethovens, Rachmaninovs, Brahms’ und Prokofjews […] bewies er bedingungslosen Gestaltungswillen und beeindruckte durch seine natürliche und stimmige Bühnenpräsenz.“
Dank einer sensiblen, musikalisch gebildeten Kindergärtnerin wurde Roman Borisov bereits im Alter von vier Jahren der legendären Klavierpädagogin Mary Lebenzon am Konservatorium Nowosibirsk vorgestellt, die ihn bis 2020 prägte. Schon bei den frühesten Kinderwettbewerben machte er auf sich aufmerksam und erhielt u.a. ein Stipendium der Spivakov-Stiftung.
„Denn mit dem 21jährigen Roman Borisov war hier in der Isarphilharmonie ein aufgehender Stern am Klavier-himmel zu erleben [...]. Borisov gelang es, das erste Klavierkonzert [von Tschaikovski] von jedem Kitschverdacht freizusprechen. Mit einer permanent unter Hochspannung stehenden Interpretation, die keineswegs nur auf technische Brillanz getrimmt war.”Tageszeitung, April 2024
Seit seinem ersten Preis beim Krainev-Jugendwettbewerb 2019 ist Borisov international präsent und gastierte u.a. in der Elbphilharmonie Hamburg, im Konzerthaus Berlin, beim Klavier-Festival Ruhr, dem Gstaad Festival, Flagey Brüssel, dem Verbier Festival, der Wigmore Hall, dem Concertgebouw Amsterdam, der Isarphilharmonie München und dem Wiener Konzerthaus.
Engagements führten ihn bislang zum Deutschen Symphonie-Orchester, dem Helsinki Philharmonic Orchestra, dem Konzerthausorchester Berlin, den Münchner Symphonikern, dem ORF-Symphonieorchester, dem Orchestra i Pomeriggi Musicali und der Kammerakademie Potsdam unter Dirigent*innen wie Kent Nagano, Ariane Matiakh, Joseph Bastian, Nil Venditti, Howard Griffith, John Axelrod und Holly Hyun Choe.
„Die Freiheit, die Beweglichkeit der Farben, die Länge der Bögen, wenn man so will, seines Spiels zeugen von einer absoluten Beherrschung der Klaviatur.”Concert Classic, November 2022
Zu den Höhepunkten der Saison 2025/26 zählen neben zahlreichen Wiedereinladungen insbesondere Debüts beim Orchestra della Svizzera Italiana, dem SWR Symphonieorchester und den Düsseldorfer Symphonikern sowie Solo-Recitals in der Berliner und Kölner Philharmonie, im Prinzregententheater München, der Elbphilharmonie Hamburg, der Tonhalle Zürich, dem KKL Luzern und dem Auditorium in Lyon. Zu seinen kammermusikalischen Partner*innen zählen das Quatuor Modigliani, die Geigerin Maria Ioudenitch und die Sopranistin Erika Baikoff mit Auftritten beim Heidelberger Frühling, dem Kissinger Sommer, dem Brucknerhaus Linz, der Schubertíada Vilabertran und dem neu entstehenden FaustForum in Staufen.
Ein besonderes Kapitel beginnt mit seiner dreijährigen Residenz in Potsdam in der Reihe „Debüt im Nikolaisaal“, die solistische, kammermusikalische und orchestrale Projekte umfasst.
2022 nahm er auf Einladung der Orpheum Stiftung Zürich gemeinsam mit dem ORF-Symphonieorchester unter Howard Griffith die Mozart-Klavierkonzerte KV 413 und KV 415 auf – Teil einer Gesamteinspielung der Mozart-Klavierkonzerte, die 2023 bei Alpha erschien. Im Winter 2024/25 folgte die veröffentlichte seiner erste Solo-CD mit Werken von Franck, Godowsky und Rachmaninow bei Alpha, die internationale Anerkennung fand.
Roman Borisov ist stets auf der Suche und setzt sich neben dem großen europäischen und russischen Repertoire mit Komponist*innen wie John Corigliano, Ruth Crawford Seeger, Leopold Godowsky, Lowell Liebermann, Brett Dean, Grażyna Bacewicz und William Bolcom intensiv auseinander.
Er ist Alumnus der Sommerakademie des Verbier Festivals (2019), wo er mit dem Tabor Foundation Award als bester Absolvent der Klaviersektion ausgezeichnet wurde. Wichtige Impulse erhielt er dort von Sir András Schiff, Klaus Hellwig, Jean-Efflam Bavouzet, Joaquín Achúcarro und Sergei Babayan. Seit Januar 2022 lebt Borisov in Berlin und studiert an der Hochschule für Musik Hanns Eisler bei Prof. Eldar Nebolsin.
2025/2026
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Kontakte: Juliane Scotney, Muriel Constantin