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Daniel Cohen ist seit 2018 Generalmusikdirektor am Staatstheater Darmstadt und hat kürzlich seine Amtszeit bis zur Saison 2026/27 verlängert. Höhepunkte in Darmstadt waren Wagners Lohengrin (Regie: Andrea Moses), Offenbachs Hoffmanns Erzählungen (Dirk Schmeding), Strauss’ Elektra und Bergs Wozzeck (Karsten Wiegand), Verdis Otello(Paul-Georg Dittrich) sowie Bergs Lulu und Wagners Tristan und Isolde (Eva-Maria Höckmayr).
In der Saison 2025/26 wird er Debüts bei der English National Opera in London und Manchester mit Brittens Albert Herring, am New National Theatre Tokyo mit Strauss’ Die Fledermaus, beim Musikkollegium Winterthur sowie beim Staatsorchester Stuttgart geben. Außerdem kehrt er zu den Israelischen Philharmonikern und den Münchner Symphonikern zurück.
Cohen pflegt enge künstlerische Beziehungen zu den Berliner Opernhäusern. 2015/16 war er Kapellmeister an der Deutschen Oper Berlin, wo er Produktionen wie Così fan tutte, Don Giovanni und La Traviata leitete, und ist seither regelmäßig zurückgekehrt, zuletzt für die vielbeachtete Uraufführung von Giorgio Battistellis Il Teorema di Pasolini. Die Deutsche Bühne schrieb: „Dirigent Daniel Cohen und das Orchester der Deutschen Oper spielen (…) auf dem Qualitätsniveau eines internationalen Spitzenopernhauses.“ An der Staatsoper Unter den Linden, wo er 2016/17 mit Stravinskys Le Sacre du printemps debütierte, kehrte er seitdem unter anderem für Il barbiere di Siviglia und Brittens The Turn of the Screw zurück.
„Klarheit und Exaktheit. Es gibt schwierige Inszenierungen, wo man vielleicht nicht immer hört, wo das Orchester ist, und da muss man den Einsatz wirklich mitbekommen. Ich schätze auch Dirigent_innen, die bei langen Phrasen mitatmen. Daniel Cohen, der The Turn of the Screw dirigiert, ist dafür ein sehr gutes Beispiel. ”Maria Bengtsson im Interview über Daniel Cohen, VAN Magazin, April 2018
Weitere Opernengagements führten ihn zur Canadian Opera Company (La clemenza di Tito mit David Alden), zum Macerata Opera Festival (Die Zauberflöte mit Graham Vick), zur Israeli Opera (Wozzeck und Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk), zum Teatro Massimo Palermo (Idomeneo und Ein Sommernachtstraum), zum Theater Essen (Wozzeck) sowie zur Den Norske Opera Oslo (Der Barbier von Sevilla und Die Hochzeit des Figaro). Im Juli 2025 dirigiert er die hochgelobte italienische Premiere von Brittens Owen Wingrave beim Festival della Valle d’Itria.
Im symphonischen Bereich hat Cohen führende Ensembles wie die Staatskapelle Berlin, die Los Angeles Philharmonic, die Dresdner Philharmonie, das Münchner Symphonieorchester, das MDR-Sinfonieorchester, die Helsinkier Philharmoniker, das RTÉ National Symphony Orchestra Dublin, das Orchestra del Maggio Musicale in Florenz, die Israelische Philharmonie, das Orchestre de Chambre de Lausanne, die Camerata Salzburg und das Basler Sinfonieorchester dirigiert. 2021 nahm er Hindemiths Konzert für Klarinette mit dem Frankfurter Rundfunkorchester und der Solistin Sharon Kam für Orfeo auf.
Seine langjährige Verbindung zum Bregenzer Festspielhaus begann 2019 mit seinem Debüt, als er das Wiener Symphonieorchester in Massenets Don Quichotte unter der Regie von Mariame Clément dirigierte. Die Produktion, die später auf DVD veröffentlicht und von der BBC übertragen wurde, erhielt 2020 den Österreichischen Musiktheaterpreis für die „Beste Gesamtproduktion einer Oper“. Er kehrte 2021 für Rigoletto und 2022 sowie 2024 zur Leitung des Akademieorchesters Bregenz zurück.
Als leidenschaftlicher Verfechter zeitgenössischer Musik war Cohen Assistent von Pierre Boulez beim Lucerne Festival (2009–2010) und nahm am Lucerne Festival Academy Composer Project (2011–2013) teil, wobei er unter Boulez’ Anleitung sein Debüt im KKL gab.
Cohen, ausgebildet an der Royal Academy of Music in London, war viele Jahre Geiger im West–Eastern Divan Orchestra, wo er zudem Assistent von Daniel Barenboim war. 2013–14 war er Dudamel Fellow bei der Los Angeles Philharmonic und 2014 Conducting Fellow beim Tanglewood Music Festival.
2025/2026
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Kontakt: Arnold Simmenauer