Nicolas Namoradze

Klavier

“Ein Aspekt von Konzerten, den ich generell für unterbelichtet halte, ist die Frage, wie wir die Zeit zwischen den einzelnen Werken überbrücken. Es gibt da ein großes Potenzial, wenn man damit spielt, wie viel Zeit man zwischen den Stücken lässt und ob man den Konzertfluss für Applaus unterbricht.“
Zur Biografie
Kontakt Carolin Traute-Breidenbach

Biografie

Der Pianist und Komponist Nicolas Namoradze, dessen Spiel von Kritiker:innen als „funkelnd, […] empfindsam und farbenreich“ (New York Times) und „einfach großartig“ (Wall Street Journal) gepriesen wurde, erregte 2018 weltweit Aufsehen, als er die alle drei Jahre stattfindende Honens International Piano Competition in Calgary, Kanada, gewann – den höchstdotierten Klavierwettbewerb der Welt. Seine oft ausverkauften Klavierabende rund um den Globus werden von der Kritik durchweg wohlwollend aufgenommen, und seine jüngsten Albumveröffentlichungen erhielten zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Choc de Classica, Record of the Month in Limelight, Instrumental Disc of the Month im BBC Music Magazine, Editor's Choice von Gramophone, Editor's Choice in Presto Classical und Critics' Choice in International Piano, sowie einen ersten Platz in den britischen Charts für klassische Instrumentalalben.

Namoradze gehört zu den von der Kritik am meisten gefeierten Musikern seiner Generation und wurde vom UK Critics' Circle mit dem 2020 & 2021 Young Pianist Award ausgezeichnet, der ihn als „sehr viel mehr als nur einen Spitzenpianisten“ bezeichnete. Namoradze, der von Gramophone als „One to Watch“ und vom BBC Music Magazine als „Rising Star“ bezeichnet wird, wurde auch unter die „20 for 20“ von WQXR gewählt, eine Liste, die „langjährige Held:innen, etablierte Favoriten und Newcomer, die auf dem Weg zum Ruhm sind und neu definieren, was klassische Musik sein kann“, umfasst. Zu den jüngsten Highlights gehören rare Fünf-Sterne-Kritiken in The Telegraph und The Guardian, die seine Darbietung in der Royal Festival Hall als „ideal lakonisch und lässig, gewichtig und doch exquisit und exakt präzise in Ton und Anschlag“ bezeichneten. Ein Artikel in der Zeitschrift International Piano vom Januar 2022 beschrieb Namoradzes Debüt in der Wigmore Hall als „erstaunlich“ und kam zu dem Schluss, dass „es bei so vielen Talenten und Interessen unmöglich ist, vorherzusagen, was dieser junge Mann noch tun wird: Wir können uns nur sicher sein, dass es sowohl originell als auch überraschend sein wird.“
„Namoradze führt das Publikum auf einen Pfad zwischen Empfindsamkeit und Verblüffung. Das Resultat? Eine Wucht.”Augsburger Allgemeine, November 2021
Zu den Highlights der Saison 2022-23 gehören Gastspiele bei Toronto Summer Music, der Honens International Piano Competition und der Florida Grand Piano Series; Recital-Auftritte beim Santa Fe Chamber Music Festival, dem Festival Radio France Occitanie Montpellier, Beethovenfest Bonn, Miami International Piano Festival, Kulturpalast Dresden und Lugano Musica; eine Tournee mit Duo-Konzerten für Klavier und elektronische Marimba mit Lukas Ligeti anlässlich des hundertsten Geburtstags von György Ligeti im Jahr 2023 sowie eine Reihe von Konzerten mit kanadischen Orchestern mit einem neuen, von Kati Agócs für ihn geschriebenen Werk. Zu den Höhepunkten der vergangenen Spielzeiten zählen Recitals in der Carnegie Hall, dem Konzerthaus Berlin, der Wigmore Hall, dem Tokyo Bunka Kaikan und dem Bostoner Gardner Museum; Auftritte in Tanglewood, Banff, dem Gstaad Menuhin Festival, dem Telavi Music Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Portland Piano International, dem Klavier-Festival Ruhr; und Auftritte mit Orchestern wie dem London Philharmonic, dem Budapest Festival Orchestra, dem Sinfonieorchester Basel und dem Milwaukee Symphony Orchestra, unter Dirigenten wie Iván Fischer, Karina Canellakis, Ken-David Masur, Finnegan Downie-Dear und Daniele Rustioni.

Zu den Höhepunkten seiner Arbeit als Komponist gehören Kompositionsaufträge und Aufführungen durch führende Künstler:innen und Ensembles wie Ken-David Masur, Lukas Ligeti, Tessa Lark, das Metropolis Ensemble und die Quartette Momenta, Verona und Barkada, bei Festivals wie dem Chelsea Music Festival, dem Honens Festival, dem Santa Fe Chamber Music Festival, dem Portland Piano International und dem Klavier-Festival Ruhr, um nur einige zu nennen. Nicolas hat zudem eine Reihe von Filmmusiken komponiert und produziert, darunter Walking Painting von Fabienne Verdier und Nuit d'opéra à Aix, das in Zusammenarbeit mit dem Festival d'Aix-en-Provence entstand. Seine Kompositionen werden von dem in Japan ansässigen Verlag Muse Press veröffentlicht.
„Set to become one of the truly important artists of his generation.”Emanuel Ax
Neben seiner musikalischen Karriere beschäftigt sich Namoradze aktiv mit verschiedenen musikbezogenen Bereichen der Kognitionswissenschaften. In seiner Doktorarbeit am CUNY Graduate Center entwickelte er mathematische Modelle für Aspekte der Musikwahrnehmung; die Arbeit wurde mit dem Barry Brook Award, einer Auszeichnung für außergewöhnliche Leistungen, prämiert und ist bei Springer als Buch „Ligeti's Macroharmonies“ in der Reihe Computational Music Science erschienen. Zurzeit absolviert er ein Postgraduiertenstudium in Neuropsychologie am Institut für Psychiatrie, Psychologie und Neurowissenschaften des King's College in London, wo er sich unter anderem mit den Auswirkungen von mentalen Übungen und Achtsamkeit auf die musikalische Leistung beschäftigt.

Namoradze ist auch Schöpfer von IDAGIO Mindfulness, einer Plattform auf IDAGIO, der weltweit führenden App für das Streaming klassischer Musik. Neben einem Podcast, einer Videoreihe und verschiedenen anderen Ressourcen besteht das Herzstück der Plattform aus mehreren Kursen für mentale Fähigkeiten und Achtsamkeit für Interpret:innen und Zuhörer:innen. Als Teil seiner Arbeit in diesem Bereich hat Namoradze begonnen, eine neue Form von Konzerten zu präsentieren, „achtsame Konzerte“, bei denen musikalische Darbietungen mit geführten Meditationen kombiniert werden, die Achtsamkeitspraxis und Musikgenuss miteinander verbinden.

Namoradze wurde 1992 in Tiflis in Georgien geboren und wuchs in Budapest auf. Nach seinem Studium in Budapest, Wien und Florenz zog er nach New York, um seinen Master an der Juilliard School zu absolvieren und am CUNY Graduate Center zu promovieren, wo er ein Graduate Center Fellowship erhielt. Zu seinen Lehrern und Mentoren zählten Emanuel Ax, Yoheved Kaplinsky, Zoltán Kocsis, Matti Raekallio, András Schiff und Elisso Virsaladze im Fach Klavier sowie John Corigliano im Fach Komposition. Mehrere Jahre lang war Namoradze Mitglied des Lehrkörpers des Queens College, wo er Kammermusik, Komposition und Musikgeschichte unterrichtete.

2022 / 2023
Wir bitten Sie, diese Biografie unverändert abzudrucken. Auslassungen und Veränderungen sind nur nach Rücksprache mit der Agentur gestattet.
Kontakt: Carolin Traute-Breidenbach

Bilder

Programm

2025 / 2026

Die aktuellen Programme finden Sie im IMPRESARIUM der Saison 25/26

Diskografie

Arabesque
Robert Schumann
5 Gesänge der Frühe, Op. 133
Arabesque in C major, Op. 18

Nicolas Namoradze
Arabesque for Piano

Robert Schumann
Humoreske in B-flat major, Op. 20

Nicolas Namoradze
3 Etudes

Bowen: Fragments from Hans Andersen & Studies
York Bowen
Fragments from Hans Andersen, Op. 58/61Concert study for piano No. 1 in G flat major, Op. 9 No. 2

York Bowen
Concert study for piano No. 2 in F major, Op. 32

York Bowen
12 Studies for piano, Op. 46

Videos

Live @ Gstaad Menuhin Festival (28.08.2021)
Bach / Busoni - Ich ruf zu dir Herr, BWV 639
Namoradze - Etudes for Piano I-III (Live from Honens)
Bach - Partita No. 6 in E minor (Live from Honens)
Brahms - Piano Concerto No. 2 (Live from Honens)
Fabienne Verdier - Walking Painting

Kontakt

Carolin Traute-Breidenbach
Senior Artist Manager
t: +49 (0)30 414 781 745
t: +33 (0)7 73 89 03 47