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Piotr Anderszewski ist bekannt für seine tiefgründigen Interpretationen ausgewählter Klavierrepertoires sowie für seine hochgelobte Diskografie, die sich über mehrere Jahrzehnte erstreckt.
Im Verlauf seiner Karriere konzentrierte er sich auf das klassische deutsch-wienerische Repertoire mit Werken von Bach, Mozart, Beethoven, Schumann und Webern. Ebenso gilt sein Interesse der mitteleuropäischen Musik des 20. Jahrhunderts, insbesondere den Kompositionen von Szymanowski und Janáček.
Seit dem Jahr 2000 ist er Exklusivkünstler bei Warner Classics. Seine erste Aufnahme für das Label – Beethovens Diabelli-Variationen – erhielt zahlreiche bedeutende Auszeichnungen. Es folgten Grammy-nominierte Einspielungen der Bach-Partiten Nr. 1, 3 und 6 sowie der Klavierwerke von Szymanowski, letztere wurden 2006 zusätzlich mit einem Gramophone Award ausgezeichnet. Seine Schumann-Aufnahme wurde 2012 von der BBC Music Magazine zur „Aufnahme des Jahres“ gekürt. Weitere Gramophone Awards erhielt er 2015 für Bachs Englische Suiten sowie 2021 für eine von ihm ausgewählte Sammlung von 12 Präludien und Fugen aus dem zweiten Band des Wohltemperierten Klaviers. Ein Live-Mitschnitt dieser Werke aus der Elbphilharmonie Hamburg wurde zudem als DVD veröffentlicht.
Darüber hinaus nahm Anderszewski Mozarts Klavierkonzerte mit dem Chamber Orchestra of Europe, dem Scottish Chamber Orchestra und der Sinfonia Varsovia auf sowie Beethovens Erstes Klavierkonzert mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen.
„Es ist die außergewöhnliche Detailgenauigkeit in Piotr Anderszewskis Klavierspiel, die jeden Moment zu einem unvergesslichen Erlebnis macht.”★★★★★ – The Scotsman, August 2025
Sein jüngstes Album ist den Klavierwerken von Janáček, Szymanowski und Bartók gewidmet.
Anderszewski arbeitete mit zahlreichen Instrumentalisten zusammen, darunter Viktoria Mullova, Frank Peter Zimmermann, Nikolaj Znaider und das Belcea Quartet. Als Liedbegleiter musizierte er mit Matthias Goerne und zuletzt im Rezital mit Ian Bostridge, wo Schumanns Dichterliebe im Mittelpunkt stand.
2002 wurde er mit dem renommierten Gilmore Artist Award ausgezeichnet. Sein künstlerisches Leben ist Gegenstand mehrerer Dokumentarfilme des Regisseurs Bruno Monsaingeon. Piotr Anderszewski plays Diabelli Variations (2001) beleuchtet Anderszewskis besondere Beziehung zu Beethovens ikonischem Werk. Unquiet Traveller (2008) zeichnet ein ungewöhnliches Künstlerporträt und gibt Einblick in Anderszewskis Gedanken zu Musik, zu den Komponisten, mit denen er sich besonders verbunden fühlt, und zu seinen polnisch-ungarischen Wurzeln. 2016 trat er zudem selbst als Regisseur auf: In Warsaw is my name widmete er sich seiner Geburtsstadt Warschau.
In der Saison 2025/26 ist er u. a. in Solo-Rezitalen in der Wigmore Hall, der Philharmonie de Paris, dem Muziekgebouw Amsterdam, der Tonhalle Zürich, in Ascona, beim Festival „Chopin and his Europe“ sowie beim Edinburgh International Festival zu erleben. Darüber hinaus gastiert er auf Tourneen in China, Japan und Australien. Seine nächste Aufnahme, die den späten Klavierwerken von Brahms gewidmet ist, erscheint im Januar 2026.
Derzeit arbeitet er zudem an einem Buch, in dem er seine Erfahrungen als Musiker und Interpret reflektiert.
2025/2026
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Kontakte: Juliane Scotney, Maria Jose Pardo Reyes